Wochenrückblick

Nach einigen Tagen Pause melde ich mich nun wieder vom ´Brennpunkt des Geschehens´. Vorige Woche habe ich ganz einfach Urlaub gemacht, um mal einige Dinge zu erledigen, zu denen man sonst nicht kommt und… – um meine <sorry> unsere Silberhochzeit zu feiern. Ich falle aber hier nicht ins Klischee und töne: “Mein Gott, so lange ertrage ich das also schon!” Um diese 25 Jahre auf den Punkt zu bringen, würde der Bayer sagen: “Poaßt scho!”. Eins muß man dennoch sagen: “Kinder, wie die Zeit vergeht!”
Natürlich knüpft man bei der Wiederkehr feierlicher Ereignisse gern an diese an, aus welchem Grund ich mir auch dachte: ´Zur Hochzeit mit GAS24 gefahren – Zur Silberhochzeit mit GAS24 gefahren!´. – Und wer ist wohl die junge Dame auf der Beifahrerseite des verlinkten Bildes…?
Es war dies ein regelrechtes Abtauchen in die Erinnerung an alte Taxi-Tage. (In solchen Momenten fallen einem die alten Geschichten wieder ein. Vielleicht gebe ich bald mal eine von damals zum besten. )
Aber zurück zum Wochenende: Wir fuhren in´s ´Tarsius´ nach Heidenau, ein recht exotisches Restaurant. Da gab´s zum Beispiel als Vorspeise einen Salat mit Heuschrecken! Ihr könnt es mir glauben, der hatte nicht nur den Namen!
Auf jeden Fall war es ein sehr ausgefüllter Tag. Jedenfalls wurde mir angedeutet, daß meine abendliche Sprechweise ein wenig den normalen Pfad verlassen hätte. Nun ja, sei´s drum, jetzt geht das Leben wieder normal weiter.

Wie normal, durfte ich noch am Sonntagabend erleben, als man mir telefonisch mitteilte, daß mein Vito in der Werkstatt steht. Es war kein ´Motorhuster´, kein Reifenplatzer, kein Touchieren feststehender Gegenstände oder ähnliche Taxi-Fährnisse – Nein, die Exotik ging weiter: Im Verlauf des Wochenendes wollte mein Nachtfahrer ein paar Fahrgäste aufnehmen, wobei der Tatendurstigste mit Schmackes an´s Öffnen der Schiebetür ging. Er riß die Tür derartig merkbefreit auf, daß sie nach dem Krachen in die hinteren Stopper aus den Laufschienen sprang und an nur noch einem ´Faden´ hängend mit der vorderen Ecke auf dem Boden aufschlug! Nach der folgenden Schadensaufnahme beschwerte er sich dann noch, daß mein Kollege ihn nicht mehr fahren wollte(!!!).

Ich frage mich ernsthaft: In welchem Verhältnis stand wohl sein Kraft-Hirn-Index? Vielleicht 10:1? Oder 100:1? Oder noch mehr? Hat jemand einen Wert?

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Doppelte Verarsche

Gestern kam ich nicht mehr zum Schreiben, deshalb hole ich das heute nach.
Ich glaube, ich habe in diesem Blog mindestens einmal erläutert, warum ich nachts nicht mehr fahren möchte, aber wegen der Wichtigkeit dieses Grundes lege ich gern nochmal nach: Mir sind psychisch Behinderte nämlich dreimal lieber als Besoffene! Erstere können für ihren Zustand nichts, während sich zweitere bewußt in diesen bringen. Niemand säuft aus Versehen! Um so mehr war ich gestern auf der Palme, als ich an einem Krankenhaus einen Mann aus der chirurgischen Notaufnahme abholen mußte, der nicht einmal mehr halbwegs verständlich sprechen, geschweige denn laufen konnte! Man beachte: Es war etwa 12:30 Uhr. Diese “psychische Erkrankung” war auch der Grund für sein kurzzeitiges Gastspiel in der Notaufnahme, denn der Herr hatte sich irgendwie mit den Beinen verfitzt und den Sturz gekonnt mit dem Gesicht aufgefangen.
Als letzten Gast des gestrigen Tages fuhr ich einen Gast zum Bahnhof. In Anbetracht der Rushhour benutzte ich einen anderen als den sonst gebräuchlichen Weg. Der Fahrgast meldete sich auch mit der Bemerkung, so sei er noch nie dorthin gefahren. Sein Ton ließ dabei keinen Zweifel an meiner kriminellen Energie. Aus diesem Grund ersparte ich mir jede Erklärung: Sind ja doch nur Ausflüchte. Das drückte sich natürlich auch im “Tipp” von 0,00 € deutlich aus. Bleibt noch die soziale Komponente: Aus welcher Branche kam wohl der Herr? – Er kam aus Bankenkreisen, ausgerechnet! Aber ich bin kulanter als er. Ich mache ihn nicht für die Wirtschaftskrise verantwortlich… also ich meine, nicht ihn persönlich.
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Heute nun war ein eigentlich normaler Tag, wäre da nicht dieser kleine Vorfall gegen Mittag. Wieder einmal bin ich Abzockern aufgesessen, und zwar denen mit Fotoapparat auf Selbstfahrlafette. Noch nie hat mich ein Blitz so sehr geärgert wie dieser. Er ereignete sich nämlich in einem weitläufigen Wohngebiet mit 30er Zone und ich war mir nach etwa einem Kilometer Durchfahrung nicht einmal mehr bewußt, daß ich noch drin bin. In meinem 50er Glauben also fahre ich im Gespräch mit dem Fahrgast ganz entspannt und langsam – als es blitzt! Erst hier mußte ich feststellen, daß noch immer die Zone galt, in der natürlich die knappen 45 – die ich schätze – die blanke Raserei waren! Da geht also die Stadt her und richtet Geschwindigkeitszonen ein, weil die ja aufgrund der weniger aufzustellenden Schilder enorme Kosten sparen und dann stellt man die Blitzer hin, die noch viel mehr Geld einbringen, als man durch die Zone schon gespart hat. Wenn diese Blitzerorgien wirklich ursächlich der Verkehrssicherheit dienen sollten, könnte das auch bargeldlos erreicht werden, indem man einfach das Punktesystem anpaßt. Dann würde man allerdings nichts mehr einehmen. Aber das will man doch sowieso nicht, oder?! Wäre das Bußgeldsystem gerecht, würden sich die Gelder am Einkommen des Zahlungspflichtigen orientieren. Während sich Taxifahrer und andere Niedriglohnberufe die 25 € regelrecht aus dem Herzen reißen müssen, kriegen sich andere Berufsgruppen vor Lachen darüber gar nicht mehr ein.

Für mich sind deshalb gefühlsmäßig Bußgelderzeuger und Taschendiebe aus einem Guß.

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Weisheiten

Gestern hatte ich ein AHA-Erlebnis infolge der Weisheit des Alters. Mein Fahrgast war eine ältere Dame, die sehr aufgeschlossen und engagiert von ihrer Familie erzählte und angesichts der gestrigen typisch freitäglichen Verkehrsverhältnisse natürlich auch von deren Umgang mit dem Straßenverkehr. Über die Zeit ihrer Tochter in der Fahrschule berichtete sie, daß deren Fahrlehrers wichtigster Satz lautete: “Beim Heranfahren an eine Hauptstraße beobachten wir, ob sich auf dieser ein Fahrzeug nähert, aber wir warten nicht auf eines!”

Kann man die vorsichtige Fahrweise von Frauen treffender beschreiben?!

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Fotografieren leicht gemacht

Heute möchte ich die Aufmerksamkeit meiner geneigten Leserschaft auf mein Konterfei richten. “Mann, ist der alt geworden!”, werden einige sagen. Andere wiederum haben vielleicht aufgepaßt, denn hier habe ich kundgetan, wie alt das bisherige Foto war. Nun wäre es ja nicht so schlimm gewesen, das alte Foto da zu lassen, wo es ist. Aber da war ja noch die AOK, die von mir ein aktuelles Foto haben wollte. So dachte ich mir also: ´Wenn schon Fotos machen lassen, dann für alle Fälle´.
Und so zog ich los in die Schlacht um Fotos! Gleich beim ersten Versuch geriet ich an eine Fotografin, die so ihre eigenen Vorstellungen hatte. Solange es sich dabei um die Gestaltung der Fotos handelt, ist das ja auch OK, aber es handelte sich mehr um die Umgestaltung meiner Wünsche. Na ja – ich gebe es ja zu – ich bin mit den Wünschen meiner Fahrgäste auch nicht immer zufrieden. Wer will schon für 3,80 € vom Haus der Dame um die Ecke zum Friseur fahren? Mir würde aber nie in den Sinn kommen zu sagen: “Friseur XY geht heute nicht. Da alle Frisuren genormt sind, müssen wir zum Spezialisten am anderen Ende der Stadt. Das würde dann natürlich 15 Euro mehr kosten.”
Ich äußerte nämlich den unverschämten Wunsch, einmal ein biometrisches Paßbild(für alle Fälle) und einmal ein ungenormtes Brustbild für AOK, Blog oder andere Gelegenheiten zu bekommen. Bis zum biometrischen war die Welt noch in Ordnung, denn das ist ja genormt. Aber dann ging´s los. – Ich brauche nämlich kein Papierbild, weil ich akut kein biometrisches Bild beizubringen habe. “Das geht nicht!” (?)  “Ich könnte ihnen eine CD brennen.” Kosten 10 Euro! Und nicht genormtes Foto geht auch nicht, ich müßte dann ein Shooting buchen. Kosten 100 Euro!
Haaalloo, geht´s noch?! Was will ich bei 2 Fotos mit einer CD? Von denen habe ich selber genug. Und die Sache mit dem Shooting ist ja der absolute Hammer, ich will doch nicht bei DNTM mitmachen!
Wir haben uns dann darauf geeinigt, daß sie das Licht wieder ausmacht und die Kamera weglegt.
Gestern nun startete ich einen neuen Versuch. Sinnigerweise ist erst vor kurzer Zeit ein Fotograf direkt bei mir um die Ecke eingezogen. Was soll ich groß erzählen: “Na klar geht das.”, war dort die Antwort. Hingesetzt, fotografiert, Mailadresse angegeben, bezahlt und raus…

So sieht Kundendienst aus!!

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Knigge hilf!

Ich habe mich gerade wieder mal durch andere Taxiblogs geklickt, in denen es in letzter Zeit ein übermächtiges Thema gibt: “The BOBs”, die ´Deutsche Welle Blog Awards´. Ich glaube, ich sollte an dieser Stelle mal aufklären, warum ein Sachse bei dem öffentlich genannten Begriff “BOBs” mindestens gelinde lächeln muß: Bobs ist nämlich im Sächsischen eine andere Bezeichnung für “Popo”.     :-)

Bei Torsten bin ich dann einem Link zu einem Beitrag in Jules Blog gefolgt. Sie schreibt dort über eine Taxifahrt mit einem türkischen Fahrer, der über eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung permanent mit seinem Schwager laberte. – Und schon stieg sie in mir wieder hoch, die Wut über Unkulturen! Nein, nein – nicht die türkische! Ich meine die nationenübergreifende Unkultur, sein physisches Gegenüber dadurch mit Mißachtung zu strafen, daß man ständig einen Knopf im Ohr hat und mit irgendjemand herumlabert, der wahrscheinlich viel, viel wichtiger ist als zum Beispiel der momentane Fahrgast für einen Taxifahrer! Solche dauervernetzten Kollegen gibt es bei uns zuhauf. Ich finde solches Verhalten absolut indiskutabel und eine Frechheit anderen gegenüber.

Solche Leute halten “Knigge” wahrscheinlich für eine neue APP.

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Hallo Nachbar!

Endlich hatte ich mal wieder eine “richtige” Tour! Es ging diesmal bis ins Dreiländereck. Nein, natürlich nicht D-Ch-A, sondern D-CR-PL!
Es ist immer wieder schön, durch die Oberlausitz zu fahren. Es gibt eine schöne Landschaft, nette Leute, einen herrlichen Dialekt, Grundstücke und Häuser zum Spottpreis, aber: Keiner will hin! Zumindest will keiner hin, der noch arbeiten kann, will oder muß. Für Rentner ist es natürlich ideal, nur die grenznahe Kriminalität stört ein wenig. So mancher in dieser Gegend sah schon sein Hab und Gut über die Grenze wandern, ganz egal welche. Hätte er heimlich folgen können, dann hätte er wahrscheinlich eine faustdicke Überraschung erlebt! Wer hätte schon gedacht, daß Diebesgut aus Deutschland in Richtung Tschechien oder Polen entschwindet… und über die nächste Brücke wieder zurückkehrt! Tja, so ist das halt mit den Klischees: Wenn der böse Nachbar verantwortlich gemacht wird, läßt sich´s trefflich räubern. Wenn die Polizei den Bösewicht im Nachbarland vermutet, ist man in Deutschland vor Verfolgung relativ sicher.
Auch ich machte mich zu einem Raubzug Richtung Polen auf: 300m hinter der Grenze zur Tankstelle. Das brachte effektiv 8ct/l Diesel an Ersparnis.

Bin ich eigentlich jetzt ein Steuerbetrüger?!

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Gaaanz, ganz neues Thema

Ich logge mich in meinen Blog ein und denke: “Was machen wir denn heute?” Natürlich was ganz außergewöhnlich Neues – Radfahrer!
Die Einstimmung bekam ich nämlich live auf der Heimfahrt. Etwa 500m vor meinem Zuhause gibt es eine Kreuzung mit nach links abbiegender Hauptstraße(Koordinaten 51.011163,13.822173 ; Zamenhofstr. ist Hauptstraße). Als ich mich dieser im Dunkeln näherte, schwenkte kurz vor mir ein Radfahrer ohne Licht von links kommend in meine Richtung ein. Erschreckt hat mich das nicht wirklich, weil ich auf so etwas ständig gefaßt bin. Allerdings habe ich mich beim Überholen mal kurz auf seine Geschwindigkeit heruntergeschraubt und ihn mal gefragt, ob er denn eigentlich gemerkt habe, daß auch ich auf der Hauptstraße war. Erst wurde er immer langsamer, um nicht mit mir reden zu müssen oder weil er Bammel davor hatte. Das machte ihn mir aber sympathisch und auch ich wurde langsamer. Er hat sich dann der Konversation gestellt und sich entschuldigt. Das macht ihn natürlich noch sympathischer, weil er einen Fehler einsieht, aber eigentlich ist es voll daneben! Richtigerweise hätte er sich bei sich selbst entschuldigen müssen, daß er sich in Gefahr gebracht hat.
Als ich dann zu Hause meineZeitungsschau machte, ging es mit dem Thema Radfahren weiter. Hier ist der entsprechende Artikel:

´Sächsische Zeitung´ vom 20.3.2012

Zuallererst möchte ich die Aufmerksamkeit einer geneigten Leserschaft auf den Bildtext lenken. Der Verein ADFC will also der Landesdirektion Dresden eineMängelliste übergeben. Ich befürchte, diese Liste wird ins Leere laufen, denn Dresden ist eine Stadt (also eine Kommune und kein Land) und hat demzufolge keine Landesdirektion. Ganz abgesehen davon wage ich nicht zu beurteilen, welche Mängelliste länger ist, die zur Sanierung der Albertbrücke oder die zum gezeigten Fahrrad des ADFC-Sprechers.
Zu den Vorschlägen des ADFC muß ich sagen: Das ist ähnlich schlau wie bei Tarifverhandlungen oder auf dem Teppichbasar: Man stellt erst einmal Maximalforderungen, um dann nach Diskussion einen halbwegs akzeptablen Mittelwert zu erreichen. Recht lustig ist z.B. die Aussage: “Wenn Fußgänger zu dritt unterwegs sind, werden sie logischerweise auch den Radweg mitbenutzen”. Ich benutze die Albertbrücke nun wirklich zeitlebens. Ich kann mich nicht erinnern, jemals 3 Fußgänger nebeneinander dort gesehen zu haben. Selbst an zwei kann ich mich nicht bewußt erinnern, es sei denn, Spaziergänger am Wochenende.
Zum Kritikpunkt 2 kann ich nun nicht viel sagen, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt habe.
Das muß man auch dem ADFC unterschieben, wenn er fordert, das Rechtsabbiegen in die Florian Geyer Str. komplett zu verbieten. Die Vermutung, der ADFC habe sich mit diesem Vorschlag nicht abschließend beschäftigt ist doch weitestgehend freundlicher, als den Leuten Dummheit zu attestieren. Dazu muß man ortsunkundigen Lesern erklären, daß dieses Rechtsabbiegen die Voraussetzung dafür ist, daß Fahrzeuge entlang der Elbe sowohl flußauf- , als auch -abwärts fahren können. Das heißt: Sperre ich diese Rechtsabbiegemöglichkeit, dann verhindere ich den Verkehrsfluß sowohl in Ost- als auch in Westrichtung.
Liebe ADFC-Mitglieder und Anhänger: Kommt bitte wieder zu Tal! Am besten im Sinne des eingangs erwähnten jungen Radfahrers:

Entschuldigt euch bei euch selbst!

PS: In der Online-Version der ´SZ´ fehlt merkwürdigerweise das Foto des ADFC-Sprechers. Hat man etwa gemerkt, daß man einen Bock geschossen hat?

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Blogger mit Handicap

Gerade wollte ich bei Marco zu seinem Artikel “Versteckspiel” im Kommentar das Thema “Menschen mit Handicap” anschneiden, schon hatte ich einen davon: – ihn! Und nicht nur er, sondern alle Blogger bei blogspot.de sind in diese Kategorie einzuordnen. Sie haben nämlich das Handicap, daß ein wahrscheinlich nicht geringer Prozentsatz von Lesern bei ihnen nicht kommentieren kann.

Leute, macht Blogspot.de Dampf oder wechselt auf eigenen Webspace oder wordpress.com oder, oder, oder…

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Geister-Nachtrag

Ich muß mich revidieren! Im Umfeld des Geisterspiels von Dynamo Dresden kam es zu keinen nennenswerten Vorfällen, sagt die Polizei. Das ist natürlich sehr erfreulich, aber auch irgendwie erstaunlich. Wahrscheinlich ist die Polizei tatsächlich kein echter Ersatzgegner in der “dritten Halbzeit”, sondern muß nur herhalten, wenn sie als “Spaßbremsen” die gegnerischen Fans beschützen.

Aber keine Angst, Leute! Bald gibt´s wieder “richtigen” Fußball. ;-)

 

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Die Geister, die ich rief

Genau um 13°° Uhr fuhr ich am Dresdner Dynamo-Stadion vorbei. Es war wieder mal Stau, denn… auf dem Lennéplatz qualmten Rauchbomben! Das heutige Punktspiel Dynamo vs. Ingolstadt war noch nicht einmal angepfiffen, wurde es allerdings inzwischen(hoffentlich). Zusätzlich zu den 7000 Jahreskarten wurden für heute ca. 28 000 Karten verkauft(!). Aber Moment mal – da war doch was? Genau! Wegen der Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund hat das DFB-Sportgericht für heute ein Geisterspiel angesetzt.
Und sie kamen, die Geister! Der allergrößte Teil der Kartenkäufer verstand die “Geisterkarte” als Sympathiebeweis und finanzielle Unterstützung für ihren Verein. Dann gibt es aber auch eine leider gar nicht so kleine Gruppe der “erlebnisorientierten Fans”, die bezahlt echt für ein Event: Die sogenannte dritte Halbzeit. Daß diese stattfindet, ist mir schon jetzt – 20 Minuten nach Anpfiff – vollkommen klar. Wir werden es in den Medien erleben. Interessant wird die Sache noch dadurch, daß in einer gegenüberliegenden Gaststätte mit großem Biergarten ein Public-Viewing stattfindet. Alkoholsperre wird dort wahrscheinlich nicht herrschen. Dadurch sinkt der auch so schon mindere IQ mancher Beteiligter nochmals etwas mehr in den Keller.

Nach Abpfiff wird es dann heißen: “Die Geister, die ich rief, die werd´ ich nun nicht los!”

PS: Der Kartenverkauf von insgesamt ca. 35 000 Stück wird wahrscheinlich lange Zeit unerreicht bleiben, denn ins Stadion passen nur 32 000.

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